Geschichte
 

Die Passauer Goldhaube...

... geht zurück auf das Ende des 18. Jahrhunderts. Nachdem die Französische Revolution die Kleiderordnung auflöste, war es nun auch Bürgerinnen möglich, teuere Materialien wie Gold und Silber für Ihren Kopfschmuck zu verwenden.

Im Raum „ob der Enns“, d. h. in den damaligen "Modezentren" Linz und Passau ist das Aussehen und die Beschaffenheit der heutigen Goldhaube entstanden. Damals wurde sie noch von Hutmacherinnen gearbeitet. Heute stickt sie jede Goldhaubenfrau selbst oder hat das Glück sie zu erben oder aus alten Beständen aufzukaufen.

Die Arbeitszeit für ein solches Unikat beträgt ca. 350 bis 400 Arbeitsstunden. Auf ein gewebtes Goldband werden kunstvolle Ornamente, aus vergoldetem Flitter, Folien und Bouillon-Golddraht gestickt und anschließend zur Goldhaube geformt.

Dazu passend werden meist Seidenkleider, nach Biedermeier Schnittmustern getragen. Ergänzt wird die Kleidung durch den klassischen Wollschal mit türkischen Mustern, passenden Schmuck, kurzen fingerlosen Handschuhen (Stritzel), einen Spitzenschirm und ein kleines Sträußchen mit Goldboullionblumen.

Die Mitglieder des Vereins legen sehr viel Wert auf stilechte Kleidung und den ideellen Bezug zu unserer Stadt Passau. Unsere Gruppe setzt die alte Tradition in Passau fort und präsentiert die Bürgerinnen der Stadt Passau von einst und jetzt. Die Tracht wird mit Freude und Stolz bei vielen Gelegenheiten getragen, wie z. B. Umrahmung der Festakte der Stadt Passau, kirchliche Feste und Umzüge sowie Trachtenumzüge in aller Welt, Eröffnungen der Europäischen Wochen usw.